Stadtmarketing ist das unverzichtbare Instrument nachhaltiger Stadtentwicklung

Im Electronic-Commerce-Zeitalter, in dem sich die Konsumenten über einen erheblichen Teil der weltweit vertriebenen Produkte in Sekundenschnelle informieren, können lokale Anbieter z. B. in einer Innenstadt oder in einem Einkaufszentrum „dagegenhalten“, wenn sie die Vielfalt und die direkte Verfügbarkeit des örtlich konzentrierten Angebotes, das ergänzt um Dienstleistungen und Atmosphäre über die angebotenen Handelswaren hinausgehen kann, noch stärker in das Bewusstsein der Verbraucher rücken.

Herborn Market Place in Germany Werner Kunz via Compfight

Das dafür besonders geeignete Instrument seit rund 25 Jahren ist Stadtmarketing. Um auf die beschriebene Herausforderung noch besser reagieren zu können, bedarf es in vielen Orten aber einer Professionalisierung der Stadtmarketingstrukturen und der Konzentration auf neue Themenfelder.

Häufig ist das Stadtmarketing zu stark in der oder durch die Trägerschaft der öffentlichen Verwaltung dominiert.

Schloss SchwerinCreative Commons License Harald Hoyer via Compfight

Die Privatwirtschaft, vor allem der Handel, aber auch der Tourismus, müssen sich hier stärker und vereint mit klaren professionellen Strukturen und Konzepten einbringen. In der aktuellen Studie der baden-württembergischen IHKs „Benchmarkstudie Stadtmarketing Baden-Württemberg“ werden die notwendigen Handlungsfelder benannt.


Bedeutsamste Aufgaben des Stadtmarketings sind derzeit das Event- und Veranstaltungsmarketing, Public Relation bzw. Öffentlichkeitsarbeit sowie Organisation von Kundenbindungsmaßnahmen. Hinsichtlich konkreter Maßnahmen sei auf Beispielsammlungen wie etwa unter www.aktivezentren.de, hinsichtlich der zukünftigen Bedeutung auf die letzte Ausgabe von „Offensiv für den Fachhandel“ vom Dezember 2012 verwiesen, die bei jeder der 12 baden-württembergischen IHKs bezogen werden kann.

Ein Vorteil des Internets besteht in der unmittelbaren Nachbarschaft aller verfügbaren Angebote. Über wenige Suchbegriffe bzw. Mausklicks erhält der Kunde in kurzer Zeit einen Überblick darüber, welche Produkte, bei welchem Händler zu welchem Preis verfügbar sind. Diese Möglichkeit existiert jetzt auch für Städte.

At the University in Munich (Night) Werner Kunz via Compfight

Verschiedene Anbieter, wie etwa Triocity (www.triocity.de), bilden Innenstädte komplett virtuell ab. Grundlage eines solchen virtuellen Spiegelbilds einer Stadt ist in der Regel ein virtueller Stadtrundgang mittels PC, Tablet oder Smartphone, basierend auf Panoramaaufnahmen. Hat der Kunde die virtuelle Stadt betreten, kann er sich nicht nur durch die Straßen der Stadt bewegen, sondern auch nach bestimmten Geschäften, Branchen oder Warengruppen gezielt suchen.

Auf der nächsten Ebene kann sich die Indoor-Navigation in Geschäften anschließen. Dabei sind als Augmented Reality auch Informationen zu konkreten Produkten, vor denen der Kunde beispielsweise im Fachgeschäft steht, in Form von Pop-ups oder mit ergänzenden Informationen überschriebene Fotos denkbar – bis hin zu Such- und Navigationsfunktionen und der oben beschriebenen direkten Ansprache des Kunden über sein Smartphone, etwa zur Information über besondere After-Sales Dienstleistungen.

Schweriner Schloss in the Evening SunCreative Commons License Harald Hoyer via Compfight

Zukünftig wird sicherlich auch die Identifikation des Kundenprofils über das Smartphone und damit die individuelle Kundenansprache im Laden, z. B. über Digital Signage, möglich sein. Insbesondere das letzte angeführte Beispiel zeigt, dass eine erfolgreiche Profilierung des stationären Fachhandels gegenüber dem reinen Onlinekauf nicht mit einem einzigen Instrument möglich ist.

So wie die klassischen absatzpolitischen Instrumente des Handels ihre Wirkung nur im harmonischen Einklang miteinander entfalten, so wird sich der stationäre Fachhandel gegenüber dem Online-handel nur stabilisieren können, wenn er die ihm zur Verfügung stehenden Instrumente gemeinsam, abgestimmt und kontinuierlich einsetzt. Selbstverständlich ist auch beim Einsatz dieser Instrumente eine angestrebte bzw. erreichte Umsatz- bzw. Ertragsentwicklung sorgfältig den Kosten der Instrumente gegenüber zu stellen.

Quelle: IHK Baden-Württemberg

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